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Foto © SGB Handball
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(Bruchkböel/Handball/pm) - Dass es im ersten Jahr in der 3. Liga Ost kein Spaziergang sein wird, war allen Beteiligten von Anfang an klar. Aber die durchlebten Höhen und Tiefen in der abgelaufenen Saison haben allen beteiligten alles abverlangt. Bis zum letzten Spieltag blieb es spannend und der letztlich erreichte 10. Platz mit 26:34 Punkten verschleiert, wie knapp es im Abstiegskampf zugegangen ist. Die Saisonvorbereitung lief anfangs sehr gut. Die neuen Spieler konnten gut in den bestehenden Kader der Oberliga-Meistermannschaft integriert werden und mit dem Weininsel-Cup konnte gleich ein erstes Kräftemessen mit der HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen werden. Im letzten Vorbereitungsspiel passierte jedoch das, was uns die gesamte Saison über begleiten sollte.

Mit Edi Pjanic und Jonas Heuer verletzten sich gleich zwei Spieler so stark, dass sie in den ersten Saisonspielen nicht zum Einsatz kommen konnten. Gut, dass sich die Ante Vuko und Tegaday Nuez Ramos fit gehalten haben und als Betreuer bzw. Co-Trainer die Vorbereitung mit gemacht hatten. Denn sie konnten nun entsprechend einspringen und das Team unterstützen. Und insbesondere Tega entwickelte sich zum Saisonende hin wieder zum entscheidenden Torgaranten. Trotz der Probleme konnte das erste Spiel gegen den HC Erlangen II, die am Ende Vizemeister wurden, mit einem 27:27 Unentschieden positiv gestaltet werden. In der Folgewoche musste aber die Verletzung von Aydin Günes vermeldet werden, der langfristig ausfiel. Nach der unglücklichen Niederlage gegen den SC Magdeburg II konnte dann im zweiten Heimspiel der erste Sieg gegen den TV Germania Großsachsen errungen werden. Insgesamt gestaltete sich das erste Saisonviertel sehr gut, verbunden mit den wichtigen Siegen beim TV Gelnhausen (24:22) und in eigener Halle gegen die HSG Hanau (32:24). Leider kam es danach zu einem Einbruch mit fünf Niederlagen in Folge. Dies führte unter anderem dazu, dass die Verantwortlichen den schweren Schritt gingen und mit Tim Beckmann einen neuen Trainer verpflichteten. Aufstiegstrainer Oliver Hubbert übernahm die Leitung der 2. Mannschaft. In der Zwischenzeit hatte sich auch Maxi Kraushaar schwer verletzt, was bei ihm leider zum Karriereende führte.

Zusätzlich hat man Marius Reich die Freigabe erteilt, den Verein zu verlassen. Für ihn rückte Mike Bätz in den Kader der 1. Mannschaft, der sich in den nachfolgenden Spielen immer wieder durch hochklassige Paraden auszeichnen konnte. Zur Verstärkung auf der Außenposition verpflichtete man noch Milos Krekovic nach. Die Mannschaft stabilisierte sich zum Ende des zweiten Saisonviertels ein wenig. Tim Beckmann konnte gleich im ersten Spiel als neuer Trainer einen 24:23 Heimsieg erringen und in der Folgewoche einen Punkt bei der HSG Rodgau Nieder-Roden einfahren. Dennoch agierte die Mannschaft vielfach fahrig und hektisch. Ärgerlicher war vor allem das letzte Spiel im vergangenen Jahr gegen den GSV Eintracht Baunatal, welches trotz deutlicher Führung zur Halbzeit (17:10) am Ende mit einem Treffer verloren wurde (29:30). Um sich voll und ganz auf die Rückrunde zu konzentrieren wurde in dieser Saison kein Neujahrsturnier veranstaltet.

Es galt die Kräfte nach den Feiertagen zu bündeln und die Abstiegsränge zu verlassen. Zur Winterpause verabschiedete sich Michael Nath in Richtung Bürgel. Und mit Christos Erifopoulos hatten wir einen weiteren Abgang nach dem Spiel gegen den TV Germania Großsachsen, da Großwallstadt die Zweitspielberechtigung zurückgezogen hat. Dies war besonders schade, da er im Spiel gegen Großsachsen mit 7 Treffern neben Milos Krekovic (ebenfalls 7 Treffer) bester Werfer war. Als Unterstützung für den Rückraum wurde kurzfristig noch Daniel Zourek verpflichtet, der vom Ligakonkurrenten Leutershausen kam. Nach der bitteren Niederlage gegen den TV Gelnhausen in eigener Halle konnte die Mannschaft die nächsten beiden Spiele jeweils mit einem Unentschieden beenden. Insbesondere beim 20:20 Unentschieden gegen den Tabellenführer TV Großwallstadt zeigten die Spieler der SGB eine überragende Leistung und große Einsatzbereitschaft. So war es verwunderlich, dass es am folgenden Wochenende zu der deutlichen 15:25 Klatsche gegen die HSG Hanau kommen konnte. An dieser Niederlage richtete sich aber das Team wieder auf.

Es folgten 4 Siege in Folge und die Verbesserung von Position 15 auf 12. Aber es dauerte bis zum letzten Spieltag und dem finalen 27:25 Sieg gegen die GSV Eintracht Baunatal, bevor der Klassenerhalt in der 3. Liga perfekt war. Auch bei dieser Auswärtsfahrt waren wieder mehr als 80 Schlachtenbummler mit nach Nordhessen gefahren, um die Mannschaft lautstark zu unterstützen.