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Claudia Schilling

(Bruchköbel/Handball/pm) - Einen versöhnlichen Jahresabschluss bescherten die 1. Damen am 2. Advent ihren Anhängern und sich selbst mit dem 25:24-Auswärtssieg bei der TGS Walldorf. Im letzten Versuch von vier aufeinander folgenden Auswärtsspielen klappte es endlich und das Team von Trainer Wagner konnte in einem aufregenden Spiel dem Bruchköbeler Angstgegner die erste Heimniederlage der Saison beibringen. Während man in Halbzeit eins ein gutes Handballspiel sah, wurde es nach der Pause eine eher zerfahrene Partie mit vielen Zeitstrafen und Strafwürfen.

Bei den Torschützen war es fast ein Zweikampf der Spielerinnen im halblinken Rückraum. Während die Walldorferin Geiß das Duell gegen ihr Bruchköbeler Gegenüber Kristin Amos knapp mit 14:13 für sich entscheiden konnte, wurde Amos trotzdem zur strahlenden Siegerin, konnte sie doch am Ende mit zwei Treffern einen Rückstand noch in die entscheidende letzte Führung umwandeln. Diese Führung musste dann allerdings noch in der Schlussminute mit viel Kampf verteidigt werden. Großen Anteil daran hatte die SGB-Torhüterin Claudia Schilling (Foto), die gerade am Ende mit einigen Paraden den verdienten Sieg festhielt.

Ganz anders lief am Abend zuvor das Spiel der 1. Herren in der 3. Liga Ost gegen den GSV Eintracht Baunatal. Die rund 400 Zuschauer hatten nach der Partie allesamt ein großes Fragezeichen im Gesicht, denn alle fragten sich, warum dieses so wichtige Spiel verloren ging. Die SGB ging absolut motiviert und bestens vorbereitet in die Partie und zeigte in der ersten Viertelstunde eine fast perfekte Leistung. Abwehr samt Torwart stellten den Gegner vor riesige Probleme und der eigene Angriff, angeführt von den beiden Spielmachern Ramos Nuez und Ulshöfer, wirbelte den Gegner schwindelig. Eine fast 100prozentige Torausbeute brachte eine deutliche 8:2 Führung, die zur Pause sogar noch ausgebaut wurde (17:10). Zur 2. Hälfte erschien jedoch eine ganz andere Baunataler Mannschaft, nun angeführt von ihrem Spielmacher Marvin Gabriel. Die Führung der Heimmannschaft brachte ihr leider keine Sicherheit, der Vorsprung schmolz, und alles was in Halbzeit eins geklappt hatte, der stabile Abwehrblock, die 1. Welle, die Trefferquote und das variable Spiel, war dahin. Und so kamen die Nordhessen fünf Minuten vor Schluss erstmals zum Ausgleich und gingen auch gleich danach in Führung. In den sehr hektischen Schlussminuten musste die SGB immer wieder einen Rückstand ausgleichen, doch als der Mann des Spiels Marvin Gabriel wenige Sekunden vor Schluss mit einem Verzweiflungswurf zum 30:29 für sein Team traf, konnte Bruchköbel nicht mehr kontern. Selbst der Gästetrainer Jaissle bestätigte, dass ein Unentschieden eigentlich verdient gewesen wäre. SGB-Coach Beckmann taten besonders seine Spieler leid, die alles gegeben hatten. Er sagte, er hätte gern den Sieg genommen, auch unverdient. So bleibt am Ende eine überaus schmerzliche Niederlage, und die Frage nach dem „Warum“ konnte ein Zuschauer am besten beantworten, der sagte: „Sehr viel Pech am Ende, aber dennoch habe ich ein sehr gutes Handballspiel gesehen“.

Ein gutes Spiel machten auch die 2. Herren, sie holten mit 36:31 in Niederrodenbach ihren 4. Sieg in Folge. Schlechter lief es bei den 2. Damen, die ihr Heimspiel gegen Dietzenbach mit 24:36 verloren. Sie sind es auch, die als einzige Aktivenmannschaft der SGB am 17.12. in Mühlheim noch mal ran müssen, bevor auch sie die wohlverdiente Weihnachtspause bekommen, nach der sie, wie alle anderen, im neuen Jahr wieder angreifen und für Schwarz-Gelb in der Rückrunde auf Punktejagd gehen werden.