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Hebammentag

(Nidderau/pm) - Der Beirat für Familie und Jugend der Stadt Nidderau hat am 5. Mai 2018 – dem Internationalen Hebammentag – wie auch schon im Vorjahr an die wichtige und wertvolle Arbeit der Hebammen erinnert. Gastgeber war die Stadtbücherei Nidderau am Windecker Marktplatz und dies soll auch der Start für eine engere Kooperation zwischen dem Beirat für Familie und Jugend und der Stadtbücherei sein.

Eingeladen waren die Elterninitiative Mother Hood e.V. und die Hebamme Conny Meister. Die Stadtbücherei hatte einen Büchertisch zum Thema Schwangerschaft und Geburt vorbereitet und zusätzlich hatte der Beirat noch Informationen des Verbandes Deutscher Hebammen ausgelegt. Mother Hood ist eine Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während der Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr.Mother Hood e.V. setzt sich ein, dass für Frauen eine nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen gerichtete, selbstbestimmte Geburt möglich ist. Nur eine selbstbestimmte Geburt kann aus Sicht von Mother Hood auch eine sichere Geburt sein, weil die Familien informiert und die Rahmenbedingungen ihren Bedürfnissen angepasst sind. Der Verband Deutscher Hebammen stellte am 5. Mai 2018 – 26 Jahre nach dem ersten Internationalen Hebammentag – ernüchtert fest, dass die Schaffung dieses Tages den Hebammen in Deutschland wenig genutzt hat. Ihre berufliche Situation hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Seit die Kliniken die Kosten nach Fallpauschalen abrechnen sind die Arbeitsbedingungen der Hebammen immer härter geworden und die Personaldecke wird immer dünner. Das hat zur Folge, dass der Beruf der Hebamme für immer mehr junge Frauen nicht in Frage kommt. Damit sich dies ändert fordert der Hebammenverband „eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen: eine bundesweit einheitliche Planung und neue Konzepte für die Versorgung rund um die Geburt, eine Personalbemessung in den Kreißsälen und weniger fachfremde Tätigkeiten für Hebammen. Deutschland ist eines der letzten Länder in der EU, in dem Hebammen noch nicht vollständig an der Hochschule ausgebildet werden und der Beruf sollte auch hier bis 2020 vergleichbar wie in anderen Ländern gestaltet werden. Es müssen endlich die gesetzlichen Grundlagen in Bund und Ländern für eine rasche Vollakademisierung geschaffen werden“ so die Pressemitteilung des Hebammenverbandes zum Internationalen Hebammentag. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Hebammenverbandes www.hebammenverband.de und auf der Seite von Mother Hood www.mother-hood.de.