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Isaac und Laura aus Bolivien pflanzen Stieleichen im Bruchköbeler Staatswald. Quelle © Dennis, Möbus DRK Volunta
Isaac und Laura aus Bolivien pflanzen Stieleichen im Bruchköbeler Staatswald.  Quelle © Dennis, Möbus DRK Volunta

...und feiert das zehnjährige Bestehen von weltwärts

(Bruchköbel/pm) - Gemeinsam mit Hessen-Forst pflanzt die DRK Volunta mit weltwärts-Freiwilligen aus Bolivien, Kolumbien und Deutschland am 20. April 2018 bei Bruchköbel 500 Stieleichen. Hessens größter FSJ-Träger bedankt sich damit bei den vielen Freiwilligen, die sich in sozialen Einrichtungen für andere einsetzen. Gleichzeitig feiert das Unternehmen das zehnjährige Jubiläum des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“.

Für die Freiwilligen der hessischen Rotkreuz-Tochter ist der 20. April 2018 ein ganz besonderer Tag. Denn stellvertretend für 4.000 junge Menschen pflanzen ehemalige weltwärts-Freiwillige und Freiwillige aus Bolivien und Kolumbien, die in Deutschland einen Freiwilligendienst leisten, im Bruchköbeler Staatswald 500 Stieleichen. Zum sechsten Mal schon spendet Volunta ihren Freiwilligen ein kleines Waldstück als Erinnerung an ihren Freiwilligendienst. In diesem Jahr wird mit der Aktion auch der zehnjährige Geburtstag von weltwärts gefeiert.
Dank an Freiwillige, die sich auf eine neue interkulturelle Erfahrung einlassen
Volunta Geschäftsführer Peter Battenberg bedankt sich bei allen Freiwilligen, dass sie nach der Schule eine Pause für einen Freiwilligendienst eingelegt haben: Erst einmal innegehalten haben und sich gefragt haben, wo stehe ich und wo will ich hin. „Die Erfahrungen die Ihr während eures Freiwilligendienstes im Ausland gemacht habt, werden euch ein Leben lang begleiten und euch immer wieder daran erinnern, die eigene Gesellschaft mit einem anderen Blick zu betrachten und immer wieder zu hinterfragen“, sagt Battenberg.
Dass Freiwillige aus den weltwärts-Partnerländern Bolivien und Kolumbien an der Pflanzaktion mit dabei sind, freut besonders Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer der Engagement Global gGmbH und ehemaliger Bundesbeauftragter für den Zivildienst. „Die Teilnahme von Freiwilligen aus Lateinamerika macht deutlich, dass weltwärts ein partnerschaftliches Programm ist. Ich danke allen jungen Menschen unabhängig von ihrem Herkunftsland für Ihr Engagement und dafür, dass sie sich auf eine neue interkulturelle Erfahrung einlassen. Und ich danke Volunta dafür, dass dort diese Begegnungen mit viel eigenem Einsatz ermöglicht und vor allem sehr sorgfältig begleitet werden.“ Seit 2012 unterstützt Engagement Global weltwärts in der Weiterleitung von Fördermitteln an Entsendeorganisationen und berät diese bei der Umsetzung des Programms.

Ein Geschenk, das Wald und Klima hilft
Die 500 Stieleichen, die im Waldstück bei Bruchköbel gepflanzt werden, sind genau das Richtige, was an dieser Stelle getan werden muss: Der Waldboden fordert anspruchsvolle Baumarten wie die Stieleiche. Sie muss aber vom Menschen eingebracht werden, denn ohne aktive Pflanzung und zukünftige Pflege würden sie von der wuchsstärkeren Konkurrenz verdrängt werden. So haben die Menschen, die hier und anderswo schon seit Jahrhunderten auf den vielfältigen Nutzen der Eiche setzen, schon immer gehandelt. Ein neuer Aspekt kommt hinzu: Eichen sind gegen Auswirkungen des Klimawandels besser gewappnet als viele andere Baumarten: Deshalb spielen sie in Konzepten, den Wald Klimawandel gerecht aufzubauen, eine zunehmende Rolle.
Hessen-Forst freut sich über den wertvollen Beitrag durch Volunta und die weltwärts-Freiwilligen. Christian Schaefer, Leiter des örtlich zuständigen Forstamts Hanau-Wolfgang, dankt für die Aktion und ist voller Hochachtung für den Einsatz der jungen Leute: „Die Eichen zu pflanzen ist mehr als eine nur symbolische Klammer zwischen dem Freiwilligeneinsatz im Ausland und der Heimat. Denn an beiden Orten geht es darum mitzuhelfen, die Lebensbedingungen für Menschen zu verbessern, jetzt und für die kommenden Generationen – die typische Perspektive der Forstleute, die dem Grundsatz der Nachhaltigkeit bei ihrem Handeln verpflichtet sind.“