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Main-Kinzig-Kreis bietet 1.125 freie Lehrstellen

(Main-Kinzig-Kreis/pm) - Hotels und Restaurants suchen noch 33 Azubis Heute Schüler, morgen Azubi – der Countdown läuft: Rund fünf Monate vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 1.125 offene Lehrstellen im Main-Kinzig-Kreis. Darunter sind 33 freie Ausbildungsplätze in Hotels und Gaststätten.

Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die Palette an Berufen in der Gastro-Branche reiche vom Koch über die Hotel- und Restaurantfachfrau bis zum Kellner als Fachkraft im Gastgewerbe. Vom Luxus-Hotel mit Gourmetküche bis zum Schnellrestaurant, von der Frühstückspension bis zum Tagungshotel: „Wer ins Metier einsteigt, kann die Karriereleiter hochklettern. Aber: Ob Küchenchef oder Hoteldirektorin – eine solide Ausbildung ist immer das Fundament für eine gute Laufbahn im Beruf“, sagt Peter-Martin Cox. Der Geschäftsführer der NGG Rhein-Main empfiehlt Jugendlichen, bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes im Main-Kinzig-Kreis genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dafür hat sich die NGG starkgemacht und per Tarifvertrag eine Ausbildungsvergütung herausgehandelt.“

Demnach bekommen die Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe 770 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr. Im dritten Lehrjahr sind es dann sogar 1.000 Euro. „Das sollte der Ausbildungsbetrieb auf jeden Fall bezahlen. Wichtig ist, sich hier nicht über den Tisch ziehen zu lassen“, so Peter-Martin Cox. Ziel von NGG und dem Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sei es, dass grundsätzlich alle Azubis künftig diese zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband vereinbarte Ausbildungsvergütung bekommen sollen. So wären auch Restaurants und Hotels, die nicht zum DEHOGA gehören, gezwungen, den ordentlichen „Azubi-Lohn“ zu bezahlen. Die NGG appelliert an die Ausbildungsbetriebe im Main-Kinzig-Kreis, bei interessierten Jugendlichen „nicht zu stark auf den Schulabschluss und auf die Noten zu schielen“.

Natürlich seien Mathe, Deutsch und gerade auch Fremdsprachen im Gastgewerbe wichtig. Aber auch wer kein Musterschüler sei, müsse die Chance haben, mit anderen Qualitäten wie Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit zu punkten. Außerdem biete, so die NGG Rhein-Main, die Agentur für Arbeit verschiedene Unterstützungsmaßnahmen für Azubis und Betriebe an. Die Berufsanfänger erhielten „ausbildungsbegleitende Hilfen“ bei Schwierigkeiten mit der Fachtheorie und Nachhilfe in Deutsch oder bei der Vorbereitung auf Prüfungen. Auch Unterstützung bei Alltagsproblemen und Konflikten zwischen Ausbildern, Lehrkräften und Eltern könnten sie in Anspruch nehmen. So gelinge die Ausbildung, auch wenn die Jugendlichen zunächst nicht alle Voraussetzungen dafür mitbringen. „Und ganz wichtig: Der Abschluss eines Ausbildungsvertrages ist keine Einbahnstraße. Jugendliche sollten den Betrieb, für den sie sich interessieren, genau unter die Lupe nehmen. Erst wenn sie überzeugt sind, dort auch drei Jahre Lehre motiviert durchzuziehen, sollten sie den Ausbildungsvertrag unterschreiben“, so Peter-Martin Cox. Hier biete ein Vorab-Praktikum im Betrieb eine gute Orientierung. Ebenso das Gespräch mit anderen Azubis, die ihre Ausbildung dort bereits machen.

„Entscheidend ist, dass sich ein Ausbildungsbetrieb um die Berufsanfänger kümmert. Dazu gehört ein fester Ansprechpartner. Aber gerade auch Respekt und Wertschätzung sind wichtig. Und, dass die Azubis nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, sondern das lernen, was sie für die Prüfung und für ihr späteres Berufsleben auch brauchen“, so Geschäftsführer Cox.

Für Jugendliche aus dem Main-Kinzig-Kreis ist die NGG Rhein-Main auch am Telefon (069 / 83 00 77 10) oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) erreichbar.