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Gründerpreis-Finalist Simon Schmidt (l.) und IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold(r.) konnten viele Besucher zum 10. Gründerforum im IHK-Gebäude begrüßen. Foto © privat
Gründerforum

(Hanau/IHK/pm) - Über 120 Unternehmerinnen und Unternehmer in spe trafen am 3. Februar im Gebäude der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern auf 21 Institutionen und ihre kompetenten Ansprechpartner. Alle für Gründerinnen und Gründer wichtigen Erstkontakte – von Geldhäusern, über Berater bis hin zu Spezialisten für öffentliche Fördergelder – stellten ihr Know-how an diesem Samstag den angehenden Unternehmern kostenfrei zur Verfügung.

Und wirklich: Das 10. Gründerforum im Main-Kinzig-Kreis sorgte für einen optimalen Überblick. Die Organisatoren vom „Forum Existenzgründung“, das die Fachmesse alle zwei Jahre durchführt, traf dieser hohe Zuspruch nicht unvorbereitet. Zwar sorgt aktuell der boomende Arbeitsmarkt für wenig Gründungsdruck. Aber dafür erwägen momentan deutlich besser qualifizierte Menschen mit langjähriger Branchenerfahrung den Schritt in die eigene Selbstständigkeit.

IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold lobte die Messebesucher für ihren Mut, und er hob in seinem Grußwort die enorme Bedeutung einer eindeutigen Positionierung des Unternehmens im Markt hervor. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky unterstrich in seinem Grußwort, dass gerade in guten Zeiten an die Zukunft gedacht werden müsse. Die Wirtschaft stehe vor großen Veränderungen, welche nur dynamische Unternehmer bewältigen könnten. Landrat Thorsten Stolz machte den Gründern ebenfalls Mut, und er verwies auf das neue „Förderprogramm ländlicher Raum“ des Main-Kinzig-Kreises. Die Reaktivierung leer stehender Immobilien und brach liegender innerörtlicher Flächen kann vom Landkreis finanziell unterstützt werden, was auch Gründern zugutekommen dürfte. Simon Schmidt, Gründer und erfolgreicher Unternehmer aus Gründau, berichtete in einem Impulsvortrag über seine Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge. Der Geschäftsführer der Firma OPTOcomm GmbH hatte es 2017 in die Finalrunde des hessischen Gründerpreises geschafft. Sein innovatives Unternehmen entwickelte gemeinsam mit Partnern einen Nano-Komposit-Hybrid-Verbundstoff, der technisch bedingte Zug-Verspätungen deutlich verringert und den Bahnbetreibern viel Geld einspart. Mittlerweile ist auch schon die internationale Vermarktung mit ersten Erfolgen angelaufen. Wie der 34-jährige Ingenieur verriet, stecken neue Produkte und Verfahren in der Pipeline.

Ergänzende Hintergrundinformation:
Im Forum Existenzgründung Main-Kinzig (FEMK) haben sich regionale Partner zusammengefunden, um heimischen Gründerinnen und Gründern zu helfen. Teilnehmer sind die Agentur für Arbeit Hanau, die Wirtschaftspaten e.V., die Hanau Wirtschaftsförderung GmbH, das Kommunale Center für Arbeit – Jobcenter, die Kreishandwerkerschaft Hanau, der Main-Kinzig-Kreis, die Wirtschaftsförderung der Stadt Maintal, die Wirtschaftsjunioren und die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Weitere Informationen gibt es bei Katja Gerwig, Telefon 06181 9290-8531, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.