Bruchköbeler Kurier, das wollen Sie wissen.

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(Bruchköbel/jgd) – Das neueste Thema allgemeiner Aufregung beschert den Bruchköbelern wie auch den Bürgern umliegender Kommunen derzeit die Natur: Unerwartet massiv auftretende Schnakenschwärme bereiten Unbehagen, etwa beim Sitzen oder auch beim abendlichen Feiern im Freien. In Erlensee gibt es inzwischen Proteste darüber, dass die Stadt angeblich nichts tut gegen die Plage. In Nidderau wiederum ist man wegen der dortigen Niederungen entlang der durchfließenden Nidder mit ihren feuchten Schnakenbrutgebieten schon seit Jahren sensibilisiert, und beugt durch gezielte Behandlung mit dem biologischen Gegenmittel „Bti“ vor – das biologische Gegengift lässt die Larven der Stechmücken verenden, so dass das Aufkommen der Tiere angeblich wirksam verringert wird.

Auch in Hanau wurde inzwischen reagiert. Die Stadt setzt an markanten Punkten Spritzmittel ein und vergaß dabei auch nicht, die Medien publikumswirksam über den Schritt zu informieren. Fotos von mit weißen Schutzanzügen bewehrten Schnakenbekämpfern machten inzwischen ihre Runden durch die sozialen Medien.

Und in Bruchköbel? Gegenüber dem BK wies die Stadtverwaltung darauf hin, dass man Bti—Tabletten beschaffen werde, die den Bürgern für ihre Regentonnen und Gartenteiche zur Verfügung gestellt werden. Abholstelle werde das Bürgerbüro im Inneren Ring sein. Stechmückenlarven im Privatbereich könne man damit sicher ausmerzen. In Prüfung seien auch Maßnahmen speziell am Waldrand, am Friedhof, im Bereich des Freizeitgeländes „Dicke Eiche“- auf diesen Arealen gehe es um flächige Besprühungen. Den gesamten Wald zu besprühen, werde aber wohl nicht zu leisten sein. Alte Bombentrichter und an sich meistens unauffällige Senken seien zeitweise unerwartet hoch mit Wasser gefüllt gewesen, so dass sich Mückenlarven in extrem kurzer Zeit prächtig entwickeln konnten.