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(Bruchköbel/pm/jgd) - Etliche Kisten mit nicht genehmigten Böllern stellten Polizeibeamte - dank eines Zeugenhinweises - am Samstagmittag (12.05.) sicher; der fachmännische Abtransport und die Verwahrung erfolgten durch die Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes, wie auf dem polizeilichen Informationsdienst „Presseportal.de“ mitgeteilt wurde. Kurz vor 13 Uhr hatte der Zeuge beobachtet, wie ein Mann die "verdächtigen" Kisten in einen Fahrradanhänger einlud und diese abdeckte. Hierbei trug er Handschuhe.

Die herbeigerufenen Beamten nahmen kurz danach zwei Männer im Alter von 28 und 33 Jahren aus Bruchköbel vorläufig fest und durchsuchten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hanau deren Wohnungen. Dabei fanden die Polizisten auch Drogen und verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz. Die Verdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen; beide müssen sich nun einem Strafverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Des Weiteren seien gesonderte Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und des Waffengesetzes eingeleitet worden, so der polizeiliche Informationsdienst.

Im Netzwerk „Facebook“, wo seit Monaten praktisch jeder nächtliche Knall in Bruchköbel neue Aufregung erzeugt hatte (wie zuvor übrigens auch schon in Erlensee), wurde die Nachricht zumeist erfreut aufgenommen. Die Ermittlungen der Polizei verlaufen jedenfalls pragmatisch weiter. Ob der Fund tatsächlich mit den nächtlichen Knallereien und Detonationen der letzten Monate zu tun hat, war allerdings zumindest bis Montagabend noch offen.