Bruchköbeler Kurier, das wollen Sie wissen.

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(Bruchköbel/jgd) -  Es ist eine finanzielle Erlösungsbotschaft: Bruchköbel darf 50% seiner Schulden, die „Kassenkredite“, an das Land abtreten, übernimmt dafür lediglich die Zahlung einer jährlichen „Gebühr“ - günstiger als jeder Bankkredit. Als Bürger reibt man sich die Augen - und vergisst fast, dass die Aktion „Hessenkasse“ Teil einer großen Wiedergutmachung ist. Der Hessischen Landesregierung unter den damaligen Finanzjongleuren von CDU/FDP war im Jahr 2013 gerichtlich bescheinigt worden, dass sie den Kommunen nicht die Gelder weitergeleitet hatte, die diesen rechtlich zustehen.

Der rechtswidrige Zustand und die Finanzkrise 2009 hatten Folgen: Billige Kassenkredite waren der Anker, mit dem die Kommunen ihren Pflichten der Sanierungen, Investitionen, Straßenbau überhaupt noch nachkommen konnten. Seit dem 2013er Urteil hat die Landesregierung den Kommunen endlich wieder Verbesserungen zugestanden, erhöhte ihnen die jährlichen Zahlungen, spendierte ihnen Zuschüsse bei den Investitionen, und nimmt ihnen nun das Joch der Kassenkredite vom Hals. In Bruchköbel war die Praxis des Finanzierens über Kassenkredite immer wieder Gegenstand äußerst unfairer politischer Attacken gegen die Verwaltung, sogar aus dem eigenen Parlament heraus. Den Krediten stehen jedoch viele Maßnahmen gegenüber, die den Standort Bruchköbel erhalten und aufgewertet haben. In den letzten 10 Jahren hat die Stadt geschätzte 30 Millionen Euro für Sanierungen, Investitionen, Straßenbau und Projekte ausgegeben. Bruchköbel hat sich mit der Nutzung des zinsbilligen Instrumentes „Kassenkredite“ so rational verhalten wie die meisten anderen hessischen Kommunen auch.